Inline-Skating mit Inline-Skates
Inline Skating
Merkmale der Trendsportart "Inline Skating"
Inlineskaten ist eine Sportart, bei der man sich auf Inline-Skates fortbewegt. Inline-Skates sind Rollschuhe, bei denen die Rollen in einer Reihe (engl. 'in line') angeordnet sind, statt wie früher üblich paarweise nebeneinander.

Gelungene Aufnahme der Rollen
Ausrüstung
Skates
Inlineskates dürfen gerade beim Anfänger nicht von minderer Qualität sein:
- Der Fuß muss einen orthopädisch einwandfreien Sitz haben (im hüftbreiten Normalstand müssen die Rollen senkrecht stehen),
- in bequemer Fußstellung sollen die Längsachsen der Frames parallel zueinander sein und
- die zum Vorwärtskommen erforderliche Kraft möglichst direkt und komfortabel auf den Boden gebracht werden können.
Diese Forderung gilt auch für jegliche Spezial-Anwendung des Inlineskatens.
Schutzausrüstung
Die üblicherweise empfohlene Schutzausrüstung besteht aus einem fest sitzenden Skate- oder anderem Sporthelm sowie Knie-, Ellbogen- und Handgelenkprotektoren.
Trendsport-Varianten des Inline-Skating
Fitness-Skating
Diese Variante ist für alle Altersgruppen geeignet und wird von den meisten Einsteigern dauerhaft weiter betrieben. Motivation kann sein Erholung, Gruppen- und Landschaftserlebnis, Gesundheitsprävention oder Ausdauertraining. Es wird eine Fülle verschiedener Breitensportveranstaltungen angeboten - z.B. Skaterläufe (in der Regel nach Feierabend oder nachts) oder solche, die Wettkampfcharakter haben. Egal ob im Rahmen von Veranstaltungen oder als Einzelfahrer kann dies mit etwas Übung und gemäßigter Fahrweise auf geeigneten Strecken auch gut mit geeigneten Kinderwagen oder Rollstühlen unternommen werden, Integration Behinderter kann somit optimal realisiert werden und Familien müssen aufgrund des Nachwuchses nicht auf gemeinsame sportliche Aktivitäten verzichten.
Verwendet werden meistens Softboots mit Bremse.
Streethockey
Streethockey ist ähnlich wie Eishockey, wird aber auf Straßen und Parkplätzen gespielt. Das macht Street Hockey zur Basis- und Breitensportvariante des Inline-Hockey. Hier braucht es Körperbeherrschung, gepaart mit traumhaftem Reaktionsvermögen, da man hier nicht nur gegen die Schwerkraft kämpfen, sondern auch ständig auf unberechenbaren Gegnern und Unebenheiten im Untergrund eingehen muss. Gespielt wird mit normalen Fitness-Skates, bei denen häufig die Bremse abmontiert wird.
Freestyle-Skating
Freestyler wird man, wenn man fleißig Fitness geübt hat und irgendwann die Bremse abschraubt. Dann sollte man auch langsam den Slalom rückwärts und den Gummifuß angehen. Es gibt viele Tricks zu lernen, die Unerschrockenen machen sich an Treppen und springen über alles mögliche. Die Mutigeren tanzen auf 8 Rollen. Beliebt sind hier Hardboots mit relativ kleinen Rollen. Leider werden nur noch wenige von ihnen hergestellt.

Inline Skating Marathons werden immer beliebter!
Freestyle-Slalom
Beim Freestyle-Slalom gilt es, möglichst trickreich eine mit Kegeln markierte Strecke abzufahren.
Regeln:
Bei Meisterschaften sind bis zu drei mit je 20 Kegeln besetzte Strecken zu durchfahren. Die Strecken sind im Abstand von 50, 80 und 120 cm von Kegelmitte zu Kegelmitte mit 8cm breiten und 8-10 cm hohen Kegeln besetzt. Der Skater hat in einem oder mehreren Läufen 90 Sekunden Zeit, auf den Bahnen möglichst viele und schwere Figuren vorzuführen. Die Figuren werden mit Punkten zwischen 0 und 100 bewertet. Abzüge gibt es für umgeworfene Kegel (0,5 Punkte), Stürze (2-5) und ausgelassene Kegelreihen (10). Bei mehreren Läufen wird der beste gewertet.
Die wichtigsten Meisterschaften finden in Paris (WorldCup), Monza, London oder Moskau statt.
Für Freestyle-Slalom eignen sich Schuhe mit relativ kurzer "gerockter" Schiene, mittelgroßen, harten (Hockey-)Rollen und ohne Fersenbremse. Für privates Üben bieten sich leere wegen des Windes mit einem Steinchen beschwerte Filmdosen an. Achtung! Im Spielwaren- und Fachhandel werden oft sogenannte Pylonen aus sehr leichtem Plastik angeboten. Diese sind zwar federleicht, geben aber bei einem Sturz "von oben" überhaupt nicht nach! Schwerste Verletzungen an inneren Organen, Pfählungen im Genitalbereich oder der Verlust eines Auges, können die Folge sein! Wer diese Teile bereits besitzt, kann sie dadurch entschärfen, dass er ihnen im unteren Drittel einen Smiley-Mund einschneidet. So kann der Kegel einknicken, wenn man direkt auf in stürzt.
Nordic Skating / Nordic Blading
Analog zum Nordic Walking ist das Nordic Skating zu sehen. Bei Skaten werden hierbei Stöcke mit eingesetzt um die Vorwärtsbewegung auch mit dem Oberkörper zu unterstützen. Dies hat besonders auf steilen Anstiegen beträchtliche Vorteile. Beim Nordic Blading entstehen ganz eigene Bewegungsmuster, die in keiner Weise mit dem Speedskaten zu vergleichen sind. Technisch sind das Speedskaten und die Nordic Skaten recht unterschiedlich. Das Speedskaten ist eher mit dem Eisschnelllauf vergleichbar, das Nordic Skating eher mit der Skatingtechnik im Skilanglauf. Deutschland und besonders Bayern sind führend in der Sportart. Die Streckenlängen liegen in der Regel zwischen 5 km und 21 km.
Street und Stunt (Aggressive-Skating)
Für diese Variante des Inlineskatings sind gute turnerische Fähigkeiten und wenig Angst vor Stürzen wichtig. Beim Streetskaten rutscht man an Geländern und Kanten entlang (engl. Grinden = Rutschen genannt), springt über Obstacles (Hindernisse) und nutzt alles was sich auf öffentlichen Plätzen befindet zum Skaten. Beim Stunt-Skaten (Bereich "Vert") fährt man in der Halfpipe Salti und Schrauben. Dies ist auch in Skateparks und Skatehallen möglich. Hier findet man die verschiedensten Kombinationen von Rampen.
Es gibt:
- Banks (Schrägen mit "Table" genannten oben aufliegenden Flächen),
- Quarterpipes ("Viertelrohre"),
- Spines (wie zwei eng aneinandergestellte Quarterpipes ohne Table),
- Minipipes / -ramps (kleine Halfpipe bis zu 2 m hoch ohne senkrechten (Vert) Bereich) und
- Doublepipes (wie ein "aufgeklapptes" Rohr), also wie zwei Quarterpipes mit Spine in der Mitte.
Die Boots (die Schuhe der Skates) sind klobig, mit sehr kleinen und harten Rollen, und haben keine Bremse. Zwischen der 2. und 3. Rolle befindet sich eine Kerbe zum Grinden die man "Groove" oder "H-Block" nennt. Häufig werden auch die 2. und 3. Rollen komplett entfernt um einen größeren "Groove" zu schaffen. Außerdem braucht man (häufig bei älteren Schuhen) zum Grinden noch die "Grind-Plates" - das sind kleine Platten, die links und rechts der Schiene an der Sohle befestigt sind. Somit hat man einen Skate mit dem man mit viel Gleichgewichtssinn an Rails und Kanten "einrasten" kann.
Bei den neuen Aggresive-Skates ist eine abschraubbare Schiene schon standardisiert. Dieses System nennt sich UFS (Universal Frame System). Bekannte Marken im Stuntbereich sind z.B. Remz, Deshi, Xsjado, Salomon, Razors, USD, Rollerblade, Valo (basiert auf den alten Roces). In den letzten Jahren hat sich K2 aus diesem Geschäft zurück gezogen.

Aggressive Skating, yeah!
Inlineskatetricks
Die Inlineskate-Tricks haben, wie auch in anderen Sportarten aus dem Bereich des Fun- / Extremsports, die gleichen Namen. Wie im Bereich der Kategorie (z.B. Flip) sowie auch in einigen Tricks (z.B. Backflip). Trotzdem besitzt jede Sportart ihre eigene Trickkategorie, die die anderen nicht besitzen.
Hier eine Auflistung:
Grundbegriffe:
- Air - Springen mit Inline-Skates
- Grabs - Grabs sind Tricks die meist in der Luft ausgeführt werden. Man berührt eine beliebige Stelle seines Skates und vollbringt somit einen Grab. Allerdings ist es auch möglich während eines einbeinigen Grinds an den freien Skate zu fassen und kombiniert somit einen Grind mit einem Grab.
- Flips - Bei einem Flip drehst du deinen Körper in verschiedene Richtungen. Flips werden, wie auch Grabs, in der Luft ausgeführt, nur muss man höher sein als bei einem Grab. Man kann auch einen Grab mit einem Flip kombinieren.
Trickkategorie:
- Wallride - Ist das Fahren an der Wand. Man fährt leicht schräg der Wand entgegen und springt dann so ab, dass man mit beiden Skates an der Wand entlang fährt.
- Wallstalls - Ist das Wegspringen von einer Wand. Man fährt auf die Wand zu, springt im richtigen Moment ab und drückt sich mit einem oder beiden Skates von der Wand ab.
- Grinden - Rutschen auf Rails und Curbs (Beispiele: Treppengeländer, Treppenstufen, erhöhte Stangen). Es gibt viele Variationen der Grinds, z. B. Shifty / Royal, Soul, Acid, Fahrvergnügen, Pornstar, 50-50. Diese können auch mit Spins oder Ähnlichem kombiniert werden.
- Switchups - Unter Switchups versteht man eine Reihe von Grinds, wobei man die Stellung des Fußes während des Grinds wechselt (von vorne nach hinten, von vorne nach quer hinten etc).
- Manuals - Das Fahren nur auf der Vorderolle (Toe Roll) oder nur auf der Hinterrolle (Heel Roll).
- Cess Slides - Das Sliden (gleiten) über einen flachen Untergrund (z.B. Marmorböden, Metallplatten etc.). Man benutzt die Außen- bzw. Innenseite des Skates um diese Tricks auszuführen.
- Ground Spins - Sie können wie Cess Slides auf flachen Untergrund ausgeführt werden. Während des Slides auf dem Untergrund dreht (Spint) man sich bei diesen Trick lediglich um 180°, 360° oder auch mehr.
- Lip Tricks - Lip Tricks werden an der Kante (Lip) einer Rampe ausgeführt. Dabei gibt es auch wieder viele Variationen z.B. Handstand mit einer Hand und dabei einen Grab oder sich für ein oder zwei Sekunden einfach nur draufstellen mit der Mitte der Skates.
Quellenverweis
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Inlineskaten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
