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Sexuelle Fitness

Sexuelle Fitness, sexuelle Vitalität

Sport + Sex = mehr Leistung?

Seit Jahren werden in der Öffentlichkeit die Begriffe Sport, Sex und Erotik immer wieder in einem Atemzug genannt. Während für die Medien und die Industrie die Zusammenhänge von nackter Haut und Umsatz im Vordergrund stehen, interessieren Trainer und Athleten vorwiegend die biologischen Aspekte sexueller Aktivität vor sportlichen Wettkämpfen.

Kontrovers wird diskutiert, ob Sex vor einem Wettkampf die Leistungsfähigkeit reduziert oder, im Gegenteil, sogar hilft, einen Podestplatz zu sichern. Nicht selten verordnen Trainer ihren Spielern sexuelle Enthaltsamkeit.

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Zehn Stunden zur Erholung

Sexuelle Fitness

Tatsächlich bedeutet der Geschlechtsakt nicht nur Vergnügen, sondern auch körperliche Beanspruchung. Grundsätzlich erhöht sich die Stoffwechselaktivität, erkennbar an einem Anstieg der Körperkerntemperatur, der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Atmung.

Beim Geschlechtsverkehr liegt der Energieumsatz durch den erhöhten Stoffwechsel bei circa 150 bis 200 Kalorien. Bei Ausdauersportlern hat dieser Energieverlust aber nur geringe Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit. Allerdings sollte das Liebesspiel am Vorabend nicht übertrieben werden.

Ausdauernder Sex gehört nicht in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung: Laut einer Studie der Universitätsklinik Genf benötigen Leistungssportler einen Zeitraum von circa zehn Stunden, um sich von den physiologischen Folgen zur erholen. Viel ausschlaggebender als der Energieverbrauch ist die hormonelle Reaktion auf sexuelle Stimulation und körperliche Belastung. Verantwortlich dafür ist das endokrine System.

Ausgehend vom Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns, steuert das endokrine System die Funktion von Organen im menschlichen Körper mit Hilfe von Botenstoffen (Hormonen). So sind zum Beispiel die Hormone Testosteron und Östrogen nicht nur an der Steuerung der Sexualität und Fortpflanzung beteiligt, sondern beeinflussen auch die Leistungsfähigkeit und die Wiederherstellungsprozesse während der Regenerationsphase. Komplexe Regelungskreise sorgen dabei für ein hormonelles Gleichgewicht. Eine Veränderung der Hormonkonzentration durch Sex kann die körperliche Leistungsfähigkeit vor einem Wettkampf beeinflussen.

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Schönste Nebensache

Obwohl der Zeitpunkt sexueller Aktivität je nach Geschlecht die Leistungsfähigkeit beeinflussen kann, sollten sich Sportler aber nicht nur nach ihrem Wettkampfkalender richten, sondern ihrem Partner und ihrer Lust den größten Einfluss auf ihr Liebesleben einräumen. So ist gesichert, dass Sex und Sport die schönsten Nebensachen der Welt bleiben.





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