Schräge Fitnesstrends
Schräge Fitnesstrends
Dinge, die die Welt (nicht) braucht...
- Arschbombe (Splash Diving)
- Extrembügeln
- Fingerboarding
- Gummistiefel-Weitwurf
- Handy-Weitwurf
- Unterwasser-Rugby
Arschbombe (SPLASH DIVING)

Als Arschbombe bezeichnet man umgangssprachlich einen Sprung ins Wasser eines Schwimmbeckens, wobei man in der Regel das Wasser zuerst mit dem Gesäß berührt.
Diese Sprungart verteilt den Impuls des Springers beim Eindringen auf eine möglichst große Oberfläche, so dass ein Großteil der kinetischen Energie durch Wasserverdrängung abgegeben wird. Damit spritzt das Wasser wesentlich weiter und höher als bei anderen Sprüngen und die Eintauchtiefe des Springers wird minimiert. Bei Sprüngen vom 10-Meter-Brett und einer dementsprechenden Geschwindigkeit von ca. 45 km/h wird ein Springer mit dieser Technik innerhalb von nur etwa 1,5 Metern vollständig abgebremst.
Der Aufprall auf die Wasseroberfläche erzeugt ein lautes Klatschgeräusch und durch die Wahl eines "schrägen" ;) Aufprallwinkels kann man die Richtung des aufspritzenden Wassers lenken. Dieser akustische Effekt wird verstärkt durch den visuellen Effekt des aufspritzenden Wassers.
Extrembügeln

Extreme Ironing Team Austria in Action!
Extrembügeln (engl. Extreme Ironing) ist eine ausschließlich im Freien ausgetragene Extremsportart mit dem Ziel, selbst unter anspruchvollsten klimatischen, geographischen und körperlichen Bedingungen mittels eines heissen Bügeleisens und eines Bügelbretts Wäsche zu bügeln. Dabei verbindet das Extrembügeln die Herausforderungen einer Extremsportart mit der Befriedigung von frisch gebügelter Wäsche.
Dieser noch junge Sport bringt nach wie vor neue Disziplinen und interessante Entwicklungen hervor, die über das Internet eine schnelle weltweite Verbreitung und neue Anhänger finden.
- Rocky Style bezeichnet die Disziplin, die im (Hoch-)Gebirge, an Steilhängen und Kletterwänden ausgeübt wird. Sie besteht meist im Überwinden größerer Höhenunterschiede mit Bügeleisen und -brett in wegloser Gebirgslandschaft.
- Water Style fasst alle sportlichen Aktivitäten zusammen, die auf, im und unter Wasser stattfinden. Hier hat sich insbesondere das Unterwasserbügeln mit Taucherausrüstung als sportlicher Wettkampf etabliert.
- Urban Style: Bügeln im städtischen Umfeld, vorzugsweise an exponierten Orten und Gebäuden.
- Forrest Style: Bügeln im Wald, an oder auf Bäumen unter strenger Berücksichtigung des Umweltschutzes und im Einklang mit der Vegetation.
- Synchronbügeln: Die Mannschaftssportart unter den Disziplinen. Hierbei ist die Bewegungsabstimmung mit den anderen Mitgliedern der Gruppe von entscheidender Bedeutung. Synchronbügeln lässt sich mit allen anderen Disziplinen kombinieren.
- Freestyle: Unter diesem Begriff werden alle Disziplinen verstanden, die sich nicht unter die obigen Kategorien einordnen lassen (wie z.B. Eso- und Airstyle-Bügeln).
Fingerboarding

Ein Fingerboard ist ein Miniaturskateboard, das mit dem Zeige- und Mittelfinger gefahren wird. Fingerboarding ist eine relativ junge, zurzeit einen Boom erlebende Funsportart, bei der es, ähnlich wie beim Skateboarding, darum geht bestimmte Flip-und Grindtricks zu machen bzw. miteinander zu kombinieren.
Entgegen dem Irrglauben vieler Menschen ist der Fingerboardsport kein Kinderspielzeug, sondern ist eine nur mit viel Übung erlernbare sportliche Tätigkeit, bei der man nur mit viel Disziplin und Aufwand zum gewünschtem Ergebnis kommt.
Gummistiefel-Weitwurf

Der Gummistiefelweitwurf ist eine Sportart, in der es gilt, einen Gummistiefel möglichst weit zu werfen.
Die Ursprünge des Gummistiefelweitwurfs führen nach Finnland, wo den Überlieferungen zu Folge, Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts dieses Wurfspiel ersannen. Dokumentiert ist es aber nicht. Viele Jahre später erinnerte man sich dieser sportlichen Betätigung, es wurde ein Regelwerk geschaffen, und seit 1975 wird der Gummistiefelweitwurf in Finnland als offizieller Mannschaftsport ausgetragen.
Schnell wuchs die Zahl der Aktiven. Um auch überregionale Wettbewerbe durchführen zu können, wurde ein Weltverband gegründet und 1992 die erste Weltmeisterschaft ausgetragen. Seitdem gibt es jährlich eine Weltmeisterschaft und diverse Weltcupturniere. Die teilnehmenden Mannschaften bestanden bis dato aus Finnen, Schweden, Esten und Russen.
Handy-Weitwurf

Handy-Weitwurf ist eine sportliche Betätigung, bei der Mobiltelefone (Handys) möglichst weit geworfen werden. Angeblich soll sie erstmals in Finnland getätigt worden sein. Entstanden vermutlich aus einer Mischung von Frustbewältigung und scherzhafter Aktion, hat sich das Handywerfen mittlerweile zu einem regelmäßig durchgeführten und sportlich ernsthafterem Wettkampf entwickelt.
Die Weltmeisterschaft wird seit 2000 in Finnland ausgetragen.
Um messbare Resultate zu erhalten, werden die Wurfobjekte vom Veranstalter gestellt, und es werden mehrere Durchgänge (normalerweise 3) mit Handys unterschiedlicher Gewichtsklassen durchgeführt. Inwieweit die Mobiltelefone vorher abgerüstet werden (Akku entfernen) ist oft Sache des Veranstalters, aber es hat sich inzwischen größtenteils durchgesetzt, dass der Wurf ohne die zusätzliche Akkulast erfolgen muss.
Durch die unterschiedliche Handhabung der Wettkämpfe von den finnischen Urvätern der Sportart und den Vereinigungen der VDH bzw. IAMPT existieren mehrere Weltrekorde gleichberechtigt nebeneinander. Diese kamen durch unterschiedliche Handygewichte und Messmethoden der jeweiligen Veranstalter zustande. So gilt der Finne Ville Piippo mit 82,55 Meter als Weltrekordler nach der finnischen Version, der Deutsche Nico Morawa hält mit 67,50 Meter den Weltrekord nach der Version der IAMPT.
Unterwasser-Rugby

Unterwasser-Rugby ist eine Mannschaftssportart, die mit dem bekannten Rugby kaum mehr als den Namen gemein hat. International übliche Abkürzung UWR.
Gespielt wird mit einem mit Salzwasser gefüllten Ball, der durch seine im Vergleich zu Süßwasser höhere Dichte nach unten sinkt. In einer Wassertiefe zwischen 3,5 m und 5 m befinden sich die Tore am Boden des Beckens. Sie sind schwere Metallkörbe mit einem Durchmesser von 39-40 cm.
Jede Mannschaft besteht aus 6 Spielern und 5 Auswechselspielern sowie 2 Ersatzspielern. Da es ein sehr schnelles Spiel ist, das viel Ausdauer erfordert, befinden sich die Spieler im ständigen "fliegenden Wechsel". Es wird immer unter Wasser gespielt, der Ball darf nicht über die Wasseroberfläche gelangen. Das Spiel zeichnet sich durch unterschiedliche Anforderungen an die Spieler aus: nicht nur Kraft ist gefragt, gerade unter Wasser sind Schnelligkeit und Wendigkeit maßgebend. Deutlich wird das in den gemischten Spielen, bei denen die weiblichen Spielerinnen den männlichen Kollegen in nichts nachstehen.
Quellenverweis
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